Kamera – Sternzeichen – Eis
Die Kamera hing seit Monaten ungenutzt am Haken, ein stummer Vorwurf.
Die Kamera hing seit Monaten ungenutzt am Haken, ein stummer Vorwurf.
Es gibt Leute, die kochen sich Pudding, wenn die Welt zu groß wird.
Dieser Text ist mein Versuch, Holger endlich selbst zu Wort kommen zu lassen.
Sein Lebenswerk, die gedruckte Post, starb einen langsamen Tod an Algorithmen und Klickraten, und sein einziger Sohn half dabei, das
Torsten rührte in seinem längst kalt gewordenen Kaffee. Das künstliche Licht des Displays war die einzige Wärmequelle, die sein Gesicht traf. Unter seinem Daumen zog ein endloser Strom aus fremden Leben vorbei – ein Archiv der Eitelkeiten.
Am Eingang zur S-Bahn saß ein Bettler. Alt, abgewetzt, mit einem Lächeln, das mehr Menschlichkeit verriet als tausend digitale Likes.
Wir tanzen nicht mehr. Wir posieren. In der digitalen Arena geht es längst nicht mehr um den Moment, sondern um dessen Verwertbarkeit.
Ein junger Mann mit Hipster-Bart und einer Mütze, die zu klein für seinen Kopf war, fotografierte gerade seinen Bagel. Er
Torsten markierte das Wort disruptiv zum fünften Mal auf einer einzigen Seite. Er löschte es und schrieb störend. Er wusste,
Man muss gar nicht an einem Meeting teilnehmen, um den Verstand zu verlieren. Es reicht, sich mittags in ein Café in der Hafencity zu setzen und zuzuhören.