Vergessene Worte

Texte zu der vergessenen Worten in unserer schnelllebigen Welt.

Vergessene Worte: Wehmut
Vergessene Worte

Vergessene Worte: Wehmut

Das Wort ist weg. Nicht im Sinne von: weg, weil es keiner mehr benutzt. Weg im Sinne von: weg, weil es keiner mehr findet. „Wehmut“ – das klingt wie ein leiser Schritt im Treppenhaus. Man hört ihn kaum, aber man weiß: Da ist jemand.

Vergessene Worte: Anstand
Vergessene Worte

Vergessene Worte: Anstand

Man hat das Gefühl, das Wort Anstand sei stillschweigend aus dem Verkehr gezogen worden. „Ausgestorben“, sagt der Fachmann. „Selten geworden“, sagt der Beobachter. „War früher eh nicht so“, sagt derjenige, der sich seine eigene Rücksichtslosigkeit gern historisch legitimiert.

Vergessene Worte: Muße
Vergessene Worte

Vergessene Worte: Muße

Muße hat heute denselben Stand wie eine Kreuzung aus Fahrradklingel und Antenne: Man redet darüber, aber niemand benutzt sie mehr. Das Wort klingt, als habe es sich ins Archiv zurückgezogen, wo die Staubschicht der Vernunft milde über die Akten gleitet.

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