Manchmal muss man sich von einer Idee verabschieden, damit eine bessere ihren Platz einnehmen kann. Wer die Seite verfolgt hat, kannte meinen Debütroman als Ikarus-Komplex. Warum das nicht so bleibt, steht [hier].
Das Buch heißt jetzt: Halbwertszeit – Chronik eines beunruhigten Geistes.
Je länger ich den Titel betrachte, desto besser passt er. Die Halbwertszeit misst, wie schnell etwas zerfällt. Genau darum geht es: um Wahrheit und Aufmerksamkeit, die im digitalen Rauschen immer schneller verfallen, um das flüchtige Sein in der Großstadt und die Unruhe, die davon bleibt. Der Untertitel nennt den Preis dafür: einen beunruhigten Geist.
Geblieben sind die hanseatische Kühle, die urbane Verlorenheit und eine Gestaltung, die sich mit hartem Schwarz-Weiß und strenger Typografie der Reizüberflutung entgegenstemmt.
Der alte Titel hatte offenbar eine kürzere Halbwertszeit, als mir lieb war.
Das neue Cover:
